Bericht

Wie kann eine gute Schullesung gelingen?

31.05.2022

Auf einer Tagung werden die Bedingungen diskutiert


„Es gibt immer wieder Überraschendes bei Lesungen, das mag ich. In der Begegnung mit jungen Menschen ist eben nichts vorhersehbar und jede Lesung ist einzigartig.“ Elisabeth Steinkellner, Kinder- und Jugendbuchautorin, Österreich

„Die Schullesung. Ihre Bedeutung und Wirkung“ lautet das Thema einer Tagung, die im Rahmen der 4. Tage der Poesie in Sachsen von der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. am 24. September 2022 in Leipzig veranstaltet wird. Sie richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, Bibliothekarinnen und Bibliothekare, Autorinnen und Autoren und soll zum Erfahrungsaustausch einladen.

Die Tagungsleitung obliegt der Schriftstellerin Prof. Kerstin Hensel aus Berlin. Die Tagungseröffnung gestalten die Gymnasiallehrerin und Autorin Grit Kurth aus Leipzig und der Gymnasiallehrer und Autor Klaus Nührig aus Braunschweig mit ihren Impulsvorträgen. Sie kennen beide Seiten: die lesende und die organisierende. Etwas, das sie mit vielen Mitgliedern der Lyrikgesellschaft teilen, denn neben dem Beruf des Mediziners ist es vor allem der des Pädagogen, auf dem sich häufig eine literarische Karriere gründet.

Viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller wirkten zuvor bzw. gleichfalls als Lehrerinnen und Lehrer oder leiteten nicht selten eine Schule. Es sollte deshalb ein bekanntes Gebiet sein, wenn diese Autorinnen und Autoren ein Schulhaus für eine Lesung betreten. Oft besteht auch der Wunsch, dass die Klasse Gast einer Stadt- oder Stadtteilbibliothek sein soll, um eine andere, ja lockere Atmosphäre für die Schullesung zu schaffen. Die Voraussetzungen sollten also überwiegend günstig sein. Doch sind sie es? Sind Schulen in ihren verschiedenen Formaten ideale Orte für die Begegnung mit Vertretern zeitgenössischer Literatur? Wie steht es um die Vermittlung zwischen Bibliotheken und Schulen? In welcher Art und Qualität erfolgen die Vorbereitungen von Schullesungen durch alle Beteiligten? Wie ist es um die Vergütung von Schullesungen bestellt? Welche Formen der Förderung sehen die jeweiligen Landesämter für Schule und Bildung vor? Wie hoch sind die bürokratischen Hürden?

Und welche Erwartungen haben Schriftstellerinnen und Schriftsteller an eine solche Schulstunde, in der sie die Vortragenden sind und auf Begeisterung und Fragen der Schülerinnen und Schüler hoffen?

Diese Fragen werden auf der Tagung besprochen. Die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind eingeladen, sich mit ihren Erfahrungen als Beteiligte oder Organisatoren einer Schullesung einzubringen.

Mit Carl-Christian Elze, Katja Lange-Müller, Sabine Ludwig, Gerda Raidt, Ulrike Almut Sandig, André Schinkel und Jan Wagner werden jene Schriftstellerinnen und Schriftsteller zu den Teilnehmern gehören, die im Vorfeld dieser Tagung ganz aktuelle Erfahrungen bei ihren Schullesungen in Leipzig und Umgebung sammeln konnten.

Gern gibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. Auskunft und leistet Hilfestellung bei der Beantragung der Förderung für Schullesungen.

Einladung zur Tagung
Die Tagung zum Thema „Die Schullesung. Ihre Bedeutung und Wirkung“ findet am 24. September 2022 von 10.00 bis 16.30 Uhr in der Galerie KUB, Kantstraße 18 in 04275 Leipzig statt. Auf Wunsch wird eine Teilnahmebestätigung erstellt.

Einladung zum Download


Kontakt:
Ralph Grüneberger, Projektleiter
Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.
Gerichtsweg 28
04103 Leipzig
Tel.: (0341) 3310183 (Mo. + Mi. 9-12 Uhr)
E-Mail: tagederpoesie@web.de
www.lyrikgesellschaft.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de