Leseempfehlung

Fachzeitschrift JuLit 3/2020: Nichts als die Wahrheit!?

07.10.2020

Zur Funktion der Lüge in der Kinder- und Jugendliteratur


„Fake News“ scheinen gerade Konjunktur zu haben. Gesundes Misstrauen ist daher gut, geschulte Medienkompetenz noch besser. Wie man Lügen erkennt und wann sie erlaubt sind, müssen Kinder erst lernen. Literatur kann sie dabei unterstützen. Wie, das wird in diesem JuLit-Heft erläutert.
Daneben widmet sich Nicola König der Text-Leser-Passung anhand der Bücher von Stefanie Höfler. Ralf Schweikart fordert eine starke Lobby für die Kindermedien. Und Dr. Hannelore Daubert nimmt Abschied von einem Schrittmacher der modernen Kinderliteratur, dem Verleger Hans-Joachim Gelberg, der im Mai verstorben ist. Im Interview mit Julia Lentge berichtet die Hamburger Kinderbuchautorin Ursel Schefflers über ihr erfolgreiches Projekt „Büchertürme“, an dem sich seit 2011 mehr als 100.000 Kinder in mehr als 50 Städten und Gemeinden in Deutschland und im Ausland beteiligt haben. Das Interview steht als Leseprobe zum Download zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis JuLit 3/2020 und zwei Leseproben

JuLit 3/2020: Nichts als die Wahrheit!? Zur Funktion der Lüge in der Kinder- und Jugendliteratur

FOKUS

Stephanie Jentgens
Superheld mit weißer Perücke. 300 Jahre Münchhausen

Bettina Kümmerling-Meibauer / Jörg Meibauer
Ende der Unschuld. Lüge als soziale Kompetenz

Kristina Bernd
Totstellen ist erlaubt. Ein Interview mit Ulrich Hub, Autor von „Füchse lügen nicht“

Manfred Theisen
Faktencheck. Medienkompetenz in Zeiten von Fake News

Inger Lison
Ist Lügen weiblich? Über ein sich hartnäckig haltendes Vorurteil

Susanne Helene Becker
Wer erzählt, hat Recht! Wenn der poetische Vertrag zwischen Text und Leser aufgekündigt wird


AUS DER WERKSTATT

Ines Dettmann
Man sagt: Ihr Name ist Katalina Brause. Ein Treffen mit der Kölner Autorin


FORUM

Nicola König
Das Geheimnis der Literatur. Überlegungen zur Text-Leser-Passung


FUNDSTÜCKE

Rezensionen zu
„Der Koffer“, „Seepferdchen sind ausverkauft“, „Helsin Apfelsin und der Spinner“, „Louisianas Weg nach Hause“, „Alice Littlebird“, „Eier. Eine runde Sache“, „Queer Heroes. 53 LGBTQ-Held*innen“, „Sturm“


FACHLITERATUR

Christian Müller
Rezension zu: „Das narrative Bilderbuch. Türöffner zu literar-ästhetischer Bildung, Erzähl- und Buchkultur“

Svenja Blume
Rezension zu: „Unzuverlässiges Erzählen in der modernen schwedischen kinderliterarischen Phantastik“

Barbara Knieling
Rezension zu: „Wie Kinder Bücher lesen - mehr als ein Wegweiser“


BUCH AUF - FILM AB

Doris Breitmoser
Ein Film wie ein Gemälde. Frischzellenkur für „Little Women“


ARBEITSKREIS AKTUELL

Hannelore Daubert
Schrittmacher der modernen Kinderliteratur. Nachruf auf Hans-Joachim Gelberg
Leseprobe zum Download (PDF)

Ralf Schweikart
Kinderkultur ist halt mini. Den Kindermedien fehlt die Lobby


INTERNATIONALES

Nikola von Merveldt
Mehr als Abenteuer mit wilden Bären. Kanadas Kinder- und Jugendliteratur

Doris Breitmoser
Es lebe die Phantasie! 100 Jahre Gianni Rodari


BERICHTE & NACHRICHTEN

Julia Lentge
Hochstapler gesucht! Interview mit Ursel Scheffler, Initiatorin der Hamburger Büchertürme
Leseprobe zum Download (PDF)

Ines Galling
Die ganze Welt auf einer Seite. Ein Blick auf die bunte Welt der Wimmelbücher


JuLit - Fachzeitschrift des Arbeitskreises für Jugendliteratur
Viermal im Jahr wendet sich JuLit an alle, denen die Förderung und Vermittlung der Kinder- und Jugendliteratur ein besonderes Anliegen ist: an Einzelpersonen ebenso wie an Institutionen und Fachverbände. Jedes Heft widmet sich mit Artikeln, Interviews, Autorenporträts und Bibliografien einem Themenschwerpunkt. Im letzten Heft des Jahres steht der Deutsche Jugendliteraturpreis mit seinen Preisträgern und der Preisverleihung im Mittelpunkt.
In Werkstattberichten werden Nachwuchstalente aus dem Kinderbuchbereich vorgestellt; relevante Fachliteratur wird in ausführlichen Rezensionen erschlossen. Weitere Schwerpunkte liegen bei internationalen Entwicklungen und Ereignissen, bei den Aktivitäten des Arbeitskreises für Jugendliteratur und seiner Mitgliedsverbände. Berichte aus der praktischen Arbeit der Literaturvermittlung sowie aktuelle Meldungen und Nachrichten runden das Spektrum der Zeitschrift ab. Meinungsvielfalt ist für den Arbeitskreis für Jugendliteratur seit seiner Gründung 1955 prägend. Das Gleiche gilt auch für seine Zeitschrift: JuLit bietet Raum für unterschiedliche Positionen und Forschungsrichtungen, für eine kontroverse und konstruktive Debatte zur Kinder- und Jugendliteratur.
JuLit erscheint vierteljährlich und ist für 9,50 Euro zzgl. Versand erhältlich.

JuLit-Archivrecherche
Auf der Homepage des Arbeitskreises für Jugendliteratur kann anhand von Personennamen, Titeln, Schlagworten, Ausgaben oder Jahrgängen nach Artikeln in allen JuLit-Ausgaben seit 1991 gesucht werden:
www.jugendliteratur.org/archiv-recherche/c-123

Gefördert vom:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend www.bmfsfj.de

Kontakt:
Kristina Bernd
Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.
Steinerstr. 15, Haus B
81369 München
Tel.: (089) 45808080
E-Mail: info@jugendliteratur.org
Internet: www.jugendliteratur.org
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de