Leseempfehlung

JuLit 3/2019: Vorwiegend heiter

08.10.2019

Komik und Humor in der Kinderliteratur


Die Beiträge im Fokusteil dieser JuLit-Ausgabe beschäftigen sich mit der heiter-verrückten Seite der Kinderliteratur. Dr. Bettina Oeste zeigt anhand der Nominierungsliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019, welches Potenzial komische Elemente für das literarische Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung der Leserinnen und Leser haben. Mit Bilderbüchern, die in ihrer Gesamtgestaltung auf unterschiedliche Weise darauf angelegt sind, witzig zu sein, setzt sich Dr. Pauline Liesen auseinander. Stephan Knösel ist Autor einer witzigen Kinder-Komödie. Im Interview mit Doris Breitmoser erläutert er, wie er herausfindet, was Kinder witzig finden, und mit welchem Ziel er humoristisch schreibt. Dr. Marlene Zöhrer nimmt in ihrem Artikel Erzählweisen in den Blick, die durch Überzeichnung, Verzerrung oder groteske Übersteigerung, durch Inadäquatheit von Inhalten und Darstellungsweisen zum Lachen verführen sollen. Wie zahlreiche Autorinnen und Autoren der Gegenwartsliteratur sich Michail Bachtins Theorie des Lachens zur Grundlage nehmen und an Motivtraditionen namhafter Poeten anknüpfen, zeigt Dr. Inger Lison in ihrem Beitrag.
Darüber hinaus berichten Anke Märk-Bürmann und Anne Minnerup von einem Besuch bei der Kinderbuchautorin Nina Weger und Elisabeth Hollerweger stellt einen Bezug zwischen der Jugendliteratur und der Protestbewegung „Fridays for Future“ her. Mit einem Blick auf die beeindruckende Kinder- und Jugendbuchproduktion Norwegens stimmt Dr. Ines Galling auf das Gastland der 71. Frankfurter Buchmesse ein.

Inhaltsverzeichnis JuLit 3/2019

Politisch positioniert! Engagement und Zeitbezug in aktueller Kinder- und Jugendliteratur

FOKUS

Bettina Oeste: Humor gehört zur Bildung. Das Potenzial komischer Kinderbücher

Pauline Liesen: Grenzenloser Bildwitz. Komik und Satire in Bilderbüchern

Doris Breitmoser: Am Rande des Chaos. Autor Stephan Knösel im Interview

Marlene Zöhrer: Abscheulich komisch. Vom Reiz des Makabren

Inger Lison: Wenn man die Wechstaben verbuchselt. Sprachspielereien und Hintersinn


AUS DER WERKSTATT

Anke Märk-Bürmann / Anne Minnerup: Die Wortdompteuse. Zu Besuch bei Nina Weger


FORUM

Elisabeth Hollerweger: Vom Kind zum Weltenretter. Aktuelle Proteste für mehr Klimaschutz wurden im Kinder- und Jugendbuch vielfältig antizipiert


FUNDSTÜCKE

Rezensionen zu: „Komm mit raus, Entdeckermaus!“, „Bösemann“, „Peter in Gefahr“, „Oskar und die Entführer“, „Das Mauerschweinchen“, „Ziegen bringen Glück“, „Dies ist keine Liebesgeschichte“, „Grenzgänger“


FACHLITERATUR

Sabine Anselm: Rezension zu „Interkulturelles Lernen mit Kinderliteratur“ von Gabriela Scherer und Karin Vach

Bernd Maubach: Rezension zu „Kinderliteratur unterrichten“ von Jochen Heins und Christoph Jantzen

Angelika Hirsch: Rezension zu „Als die Tiere in den Wald zogen“ von Barbara Senckel


BUCH AUF - FILM AB

Robin Schmerer: Keine Reiterhof-Idylle. Iva Procházkovás „Orangentage“ im Kino


INTERNATIONALES

Ines Galling: Von A bis Å. Norwegens Kinder- und Jugendliteratur


BERICHTE & NACHRICHTEN

Julia Süßbrich: Schwache Leser gemeinsam stärken. Ein Fachtag in Remscheid


JuLit - die Zeitschrift des Arbeitskreises für Jugendliteratur
Viermal im Jahr wendet sich JuLit an alle, denen die Förderung und Vermittlung der Kinder- und Jugendliteratur ein besonderes Anliegen ist: an Einzelpersonen ebenso wie an Institutionen und Fachverbände. Jedes Heft widmet sich mit Artikeln, Interviews, Autorenporträts und Bibliografien einem Themenschwerpunkt. Im letzten Heft des Jahres steht der Deutsche Jugendliteraturpreis mit seinen Preisträgern und der Preisverleihung im Mittelpunkt.
In Werkstattberichten werden Nachwuchstalente aus dem Kinderbuchbereich vorgestellt; relevante Fachliteratur wird in ausführlichen Rezensionen erschlossen. Weitere Schwerpunkte liegen bei internationalen Entwicklungen und Ereignissen, bei den Aktivitäten des Arbeitskreises für Jugendliteratur und seiner Mitgliedsverbände. Berichte aus der praktischen Arbeit der Literaturvermittlung sowie aktuelle Meldungen und Nachrichten runden das Spektrum der Zeitschrift ab. Meinungsvielfalt ist für den Arbeitskreis für Jugendliteratur seit seiner Gründung 1955 prägend. Das Gleiche gilt auch für seine Zeitschrift: JuLit bietet Raum für unterschiedliche Positionen und Forschungsrichtungen, für eine kontroverse und konstruktive Debatte zur Kinder- und Jugendliteratur.
JuLit erscheint vierteljährlich und ist für 9,50 Euro zzgl. Versand erhältlich.

JuLit-Archivrecherche
Auf der Homepage des Arbeitskreises für Jugendliteratur kann anhand von Personennamen, Titeln, Schlagworten, Ausgaben oder Jahrgängen nach Artikeln in allen JuLit-Ausgaben seit 1991 gesucht werden:
www.jugendliteratur.org/archiv-recherche/c-123

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