Meldung

„Schnee von gestern? Oder: Ist Frau Holle noch aktuell?“

11.04.2013

JuLit-Heft zum Jubiläum der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm


Vor 200 Jahren wurde der erste Band der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm veröffentlicht. Noch zu Jacobs und Wilhelms Lebzeiten erschienen diverse überarbeitete Auflagen. Ihre Märchensammlung avancierte zu einem der meist gelesenen Bücher der deutschen Kulturgeschichte und fand auch international große Verbreitung.
Das Jubiläum liefert den Beweis: Dornröschen, Aschenputtel oder der Froschkönig sind tatsächlich nicht „gestorben“. Sie leben noch heute, egal ob in prächtigen Märchenausgaben, Bilderbuchversionen, in Kino- und Fernsehfilmen, Theaterinszenierungen oder im gesprochenen Wort engagierter Erzähler. Diese Erfolgsgeschichte steht im Mittelpunkt des neuen JuLit-Heftes, dessen Beiträge auf den Vorträgen im Seminar „Schnee von gestern? Oder: Ist Frau Holle noch aktuell?“, das der Arbeitskreis für Jugendliteratur im November 2012 unter der Leitung von Regina Pantos veranstaltete, basieren. Prof. Dr. Hans-Jörg Uther, Prof. Dr. Gundel Mattenklott, Prof. Dr. Karin Richter, die Schauspielerin Edelgard Hansen, die Erzählerin Suse Weisse und die Filmemacherin Ingelore König beleuchten in ihren Artikeln die Aktualität der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm aus verschiedenen Perspektiven. Die Illustratorin Henriette Sauvant berichtet im Interview über die Arbeit an ihren Märchenbilderbüchern, die den Betrachter in ihre Bildwelt zu ziehen.
Des Weiteren bietet diese JuLit-Ausgabe einen Einblick in die Arbeitsweise der Autorin Kirsten Reinhardt, eine Übersicht über philosophische Bücher für Kinder und Jugendliche sowie Tipps zum Philosophieren mit dieser Zielgruppe.


Inhaltsverzeichnis JuLit 1/2013

Schnee von gestern? Oder: Ist Frau Holle noch aktuell?
200 Jahre Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

FOKUS

Regina Pantos: Von Märchen umzingelt. Das Jubiläumsjahr 2012

Hans-Jörg Uther: Europäisches Kulturgut. Entstehungsgeschichte der Grimm'schen Sammlung

Gundel Mattenklott: Inszenierung im Bilderbuch. Zeitgenössische Umsetzungen von „Frau Holle“

Linda Dütsch: Zwischen Früher und Heute. Interview mit Henriette Sauvant

Karin Richter: Neue Wege zu alten Geschichten. Empirische Befunde zur Märchenrezeption

Ingelore König: Alte Weisheiten und moderne Zeiten. Aktuelle Märchenverfilmungen

Suse Weisse: Live und nie beliebig. Erzählen als moderne Kulturtechnik

Edelgard Hansen: Ritual und Symbolik im Figurentheater


AUS DER WERKSTATT

Tanja Lindauer: Von Entenrülpserchen und phantasiebegabten Fahrrädern. Die Autorin Kirsten Reinhardt


FORUM

Franziska Henning: Fragen über Fragen. Philosophieren mit Kindern


FACHLITERATUR

Claudia Pecher: Rezension: „Geschichte der Kinder- und Schulbibel“ von Christine Reents und Christoph Melchior

Alexandra Ritter: Rezension: „Bilderreich & Wortgewandt. Kindliches Bildverstehen und Frühpädagogik“ von Friederike Plaga


BUCH AUF - FILM AB

Walter Mirbeth: Am Anfang war das Wort. Die Verfilmung von J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“


ARBEITSKREIS AKTUELL

Linda Dütsch: Bewältigung der Bücherberge. Die Juryvorsitzende Gina Weinkauff im Interview

Elisabeth Simon-Pätzold: „Ich stell dir die Schatten schärfer“. Das „Treffen junger Autoren“ in Berlin

Margit Lesemann: Leuchtturm der Bildungsforschung. Der AKJ-Mitgliedsverband Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung


INTERNATIONALES

Ines Galling: Zwischen Anpassung und Auflehnung. Der schwedische Kinder- und Jugendbuchmarkt


BERICHTE & NACHRICHTEN

Ralf Schweikart: Fortdauernde Erfolgsgeschichte. Das Institut für Jugendbuchforschung wird 50



JuLit - die Zeitschrift des Arbeitskreises für Jugendliteratur
Viermal im Jahr wendet sich JuLit an alle, denen die Förderung und Vermittlung der Kinder- und Jugendliteratur ein besonderes Anliegen ist: an Einzelpersonen ebenso wie an Institutionen und Fachverbände. Jedes Heft widmet sich mit Artikeln, Interviews, Autorenporträts und Bibliografien einem Themenschwerpunkt. Im letzten Heft des Jahres steht der Deutsche Jugendliteraturpreis mit seinen Preisträgern und der Preisverleihung im Mittelpunkt.
In Werkstattberichten werden Nachwuchstalente aus dem Kinderbuchbereich vorgestellt; relevante Fachliteratur wird in ausführlichen Rezensionen erschlossen. Weitere Schwerpunkte liegen bei internationalen Entwicklungen und Ereignissen, bei den Aktivitäten des Arbeitskreises für Jugendliteratur und seiner Mitgliedsverbände. Berichte aus der praktischen Arbeit der Literaturvermittlung sowie aktuelle Meldungen und Nachrichten runden das Spektrum der Zeitschrift ab.
Meinungsvielfalt ist für den Arbeitskreis für Jugendliteratur seit seiner Gründung 1955 prägend. Das Gleiche gilt auch für seine Zeitschrift: JuLit bietet Raum für unterschiedliche Positionen und Forschungsrichtungen, für eine kontroverse und konstruktive Debatte zur Kinder- und Jugendliteratur.
JuLit erscheint vierteljährlich und ist für 9,50 Euro zzgl. Versand erhältlich.

JuLit-Archivrecherche
Auf der Homepage des Arbeitskreises für Jugendliteratur kann anhand von Personennamen, Titeln, Schlagworten, Ausgaben oder Jahrgängen nach Artikeln in allen JuLit-Ausgaben seit 1991 gesucht werden:
www.jugendliteratur.org/julit___archivrecherche-23.html

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