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Bericht

Wer liest, gewinnt!

30.05.2008

Bundesministerin Ursula von der Leyen eröffnete den Lesewettbewerb




"Wer liest, gewinnt!"-Kinder mit Ministerin Ursula von der Leyen
Foto: Martin U.K.Lengemann
Knisternde Spannung bis zum Schluss, bekannte Juroren und vor Eifer glühende Kindergesichter: Die 90. Austragung des bundesweiten Literatur-Quiz "Wer liest, gewinnt!" am 28. Mai 2008 in der Anna-Seghers-Bibliothek in Berlin-Lichtenberg hatte alles, was ein gelungener Wettkampf braucht. Ausgewählt von einer unabhängigen Jury, der auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angehörte, machten am Ende die Schüler der Bornholmer Grundschule aus Berlin-Pankow das Rennen.


Knifflige Fragen zu Kinder- und Jugendbüchern
Drei Teams mit je drei Schülern aus fünften und sechsten Klassen der Weddinger Andersen-Grundschule, der Lichtenberger Grundschule am Wäldchen und der Bornholmer Grundschule traten in dem Wettbewerb gegeneinander an. Drei Runden lang mussten sie ihre Kenntnisse zu ausgewählten nominierten Büchern des Deutschen Jugendliteraturpreises 2007 sowie zu Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur unter Beweis stellen. Abschließend sollte jede Gruppe eines der nominierten Bücher präsentieren.
Unter den Augen und Ohren von rund 150 Mitschülern, Eltern, Lehrern und Ehrengästen hatten die Jungen und Mädchen zum Teil knifflige Fragen zu beantworten. Die unabhängige Jury, zu der zu Beginn auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen als Schirmherrin der Aktion gehörte, stand schließlich vor der schweren Entscheidung, den Sieger zu küren.

Die Schirmherrin drückte allen Teilnehmern die Daumen
Die Ministerin war vom Wissen und vom Einsatz der Schülerinnen und Schüler begeistert: "Ich habe allen Teilnehmern die Daumen gedrückt. Die Kinder haben nicht nur großen Mut bewiesen, sondern auch gezeigt, dass sie ihre eigenen Ideen vor einem großen Publikum präsentieren können. Lesen macht einfach Spaß und beflügelt die Phantasie. Ich selbst kenne einige Romanfiguren, die mich mein ganzes Leben lang begleiten. Deswegen war es für mich keine Frage, die Schirmherrschaft für den Lesewettbewerb zu übernehmen."
Moderator Marc Langebeck, vielen Schülern aus der Sendung "quergelesen" im Kinderkanal KI.KA bekannt, gestand: "Es war schwer und ein bisschen brenzlig, vor allem in Runde zwei fair zu bleiben. Am besten hat mir Runde drei gefallen - der Kreativteil, der im Vordergrund stand, in dem die Kinder die Bücher auseinandernehmen sollten - weil man merkte, wie sie das Buch gelesen haben und was ihnen wichtig war."

Bornholmer Grundschule aus Berlin-Pankow siegte
Die Siegermannschaft hatte sich allerdings gewissenhaft auf den Wettbewerb vorbereitet, wie Teilnehmerin Sahar Bazara erklärte: "Die ganze Klasse hat mitgemacht, jeder hat ein Buch gelesen und fünf Fragen aufgeschrieben. Wir denken, dass wir wegen der dritten Runde gewonnen haben, in der man das Buch vorstellen sollte. Da haben die meisten gelacht."
Doch obwohl am Schluss nur eine Klasse oben auf dem Treppchen stehen konnte, ging keiner der Teilnehmer leer aus: Neben der Gewissheit, vor großem Publikum sein Bestes gegeben zu haben, erhielt jedes Team wertvolle Büchergutscheine sowie großzügige Spenden des TVG Verlags, mit denen die drei Schulen bei ihren aktuellen Projekten unterstützt werden sollen.

Die Aktion erreichte bisher über 9.000 junge Leser
Die Initiatoren von "Wer liest, gewinnt!" sind der Arbeitskreis für Jugendliteratur, der Deutsche Bibliotheksverband und die DasTelefonbuch-Servicegesellschaft. Ziel der Aktion ist es, mit einer Mischung aus Quiz, Lesen und Kreativität Kinder und Jugendliche für die hervorragenden Bücher des Deutschen Jugendliteraturpreises zu begeistern und ihre Lesekompetenz zu stärken. Gleichzeitig sollen die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bibliotheken intensiviert sowie die Bekanntheit und Nutzung der regionalen Bibliotheken erhöht werden. Deutschlandweit wurden seit November 2004 über 9.000 junge Leserinnen und Leser mit dieser Initiative erreicht.

Kontakt:
Julia Lentge
Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V.
E-Mail: lentge@jugendliteratur.org

Redaktionskontakt: schuster@dipf.de