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Bildungspotenzial von Schulbibliotheken wird statistisch erfasst

29.01.2021

Deutsche Bibliotheksstatistik nimmt ab 2021 Daten zu Schulbibliotheken auf




 hbz
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Ab 2021 wird die Deutsche Bibliotheksstatistik (DBS) Daten zu den Schulbibliotheken in Deutschland erfassen. Damit wird es nach intensiven Bestrebungen der Fachkommission Bibliothek und Schule des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und vom Hochschulbibliothekszentrum (hbz) des Landes Nordrhein-Westfalen erstmals ermglicht, dass wichtige Daten zu den Aufgaben, Strukturen und zur Nutzung von Schulbibliotheken erhoben werden knnen, um so ihr Bildungspotenzial sichtbar zu machen.

Das Schulbibliothekswesen in Deutschland ist sehr heterogen. So gibt es die Schulbibliothek als Zweigstelle einer ffentlichen Bibliothek, als Schulbibliotheksverbund mit unterschiedlichen organisierenden Institutionen, als kombinierte ffentliche Bibliothek und Schulbibliothek oder als selbststndige Schulbibliothek, bei der die Schule die Bibliothek eigenstndig betreibt. Zudem sind in der Hoheit der 16 Bundeslnder unterschiedliche Organisationsstrukturen entstanden, weshalb es bislang an einer deutschlandweiten Erhebung zur Quantitt und zur Qualitt von Schulbibliotheken fehlte. Bereits 2015 hat sich der Deutsche Bibliotheksverband in seiner Strategie 2016-2020 dafr ausgesprochen, sich fr den strukturierten Aufbau des Schulbibliothekssystems in den Bundeslndern einzusetzen. Auch die Internationale Vereinigung bibliothekarischer Verbnde und Einrichtungen (IFLA) fordert die Mitgliedslnder auf, ihre Daten zu Schulbibliotheken in die Weltkarte der Bibliotheken aufzunehmen.

Dazu Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des dbv: „Dank unserer Kommission Bibliothek und Schule und der gelungenen Kooperation mit dem hbz sind wir einen entscheidenden Schritt vorangekommen, das groe Potenzial der Schulbibliotheken nun auch statistisch abzubilden. Denn Schulbibliotheken leisten einen wichtigen Beitrag zur Frderung der Lese-, Medien- und Informationskompetenz von Schlerinnen und Schlern. Die erhobenen Daten werden zudem eine wichtige Grundlage fr die strategischen Planungen von Politik, Schultrgern und Verbnden bilden und sichtbar machen, welch groe Leistung die Schulbibliotheken als Bildungspartner erbringen.“

Dr. Silke Schomburg, Leiterin des hbz, fhrt aus: „Das hbz stellt fr die Erhebung der Schulbibliotheksdaten zum einen eine leistungsfhige technische Plattform zu Verfgung, zum anderen werden die Mitarbeiterinnen der DBS-Redaktion als Ansprechpersonen die Anmeldung der Schulbibliotheken in diesem Jahr begleiten. Mit der Eingabe mglichst vieler Schulbibliotheksdaten fr das Berichtsjahr 2021 wird das Datenset der nationalen Bibliotheksstatistik DBS knftig komplettiert und die internationalen Statistiken ergnzt werden.“

An der Arbeitsgruppe der dbv-Kommission Bibliothek und Schule zur Einrichtung der entsprechenden statistischen Abfrage waren beteiligt: Irene Sckel von der Stadtbcherei Frankfurt am Main, Frank Raumel vom Medien- und Informationszentrum Biberach, Ira Foltin, Gaby Heugen-Ecker und Therese Nap von der DBS-Redaktion des Hochschulbibliothekszentrums des Landes NRW sowie Dr. Ulla Wimmer von der Humboldt Universitt zu Berlin.

Im Frhjahr 2021 knnen sich die Schulbibliotheken bei der DBS anmelden. Im Laufe des Jahres 2021 knnen sie dann die gewnschten Daten in ihrer Institution erheben und ab dem 1. Januar 2022 fr das Jahr 2021 eingeben. Die ersten Auswertungen werden im Frhjahr 2022 erwartet.

Die Fachkommission Bibliothek und Schule wird in den nchsten Monaten differenziert informieren und entsprechende Schulungen anbieten. Alle weiterfhrenden Informationen werden auf dem Portal www.schulmediothek.de zu finden sein.

Kontakt:
Fachkommission Bibliothek und Schule
Deutscher Bibliotheksverband dbv
E-Mail: kontakt@schulmediothek.de
www.schulmediothek.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de