Bericht

Frankfurt liest ein Buch

05.04.2016

Kreative Literaturvermittlung im Dialog mit der Stadtgesellschaft




© Verlag weissbooks.w
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Vom 11. bis 24. April 2016 steht in Frankfurt am Main zum siebten Mal ein Buch im Mittelpunkt von Lesungen, Vorträgen, Gesprächsrunden, literarischen Stadtspaziergängen, Schulveranstaltungen und Ausstellungen sowie von Museums-, Theater-, Film- und Opernabenden. Der Roman „Frankfurt verboten“ von Dieter David Seuthe, der vor der Kulisse des historischen Frankfurt am Main vom glücklichen und leidvollen Weg einer jungen jüdischen Frau zwischen 1929 und 1936 erzählt, bildet die thematische Grundlage für den Dialog zwischen unterschiedlichen kulturellen Gruppen der Stadtgesellschaft.
Das Lesefest „Frankfurt liest ein Buch“ illustriert, wie kreative Literaturvermittlung im Zusammenspiel von nahezu allen öffentlichen Kultureinrichtungen der Stadt und vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern eine ungeahnte Breitenwirkung entfalten kann. Jedes Jahr wird ein Buch mit einem inhaltlichen Bezug zur Stadt Frankfurt ausgewählt, das möglichst viele Menschen aus allen Bevölkerungsschichten zu gemeinsamen Gesprächen anregt. Initiator des Projekts ist der gemeinnützige Verein Frankfurt liest ein Buch e.V. unterstützt mit großem Engagement und Ideenreichtum von zahlreichen Frankfurter Institutionen, Vereinen, Buchhändlerinnen und Buchhändlern, Privatpersonen und Prominenten.
Nachfolgend werden ausgewählte Veranstaltungen des Lesefestes vorgestellt. Das gesamte Programm ist abrufbar unter: www.frankfurt-liest-ein-buch.de/2016/

„Frankfurt liest ein Buch“ bei hr2-kultur
Im Programm von hr2-kultur ist der Autor Dieter David Seuthe am 10. April um 9.05 Uhr zu Gast beim hr2-Kulturfrühstück und in der hr2-kultur-Lesezeit liest die Schauspielerin Corinna Kirchhoff vom 11. bis 15. April jeweils um 9.30 Uhr und um 15.00 Uhr (Wdh.) aus „Frankfurt verboten“.

Lesungen und Veranstaltungen in Schulen
Am 13. April liest Dieter David Seuthe bei einer internen Veranstaltung in der Schulbibliothek des Friedrich-Dessauer-Gymnasiums aus seinem Roman „Frankfurt verboten“. Auch in der Deutschherrenschule, der Ludwig-Börne-Schule, der Montessori-Schule Idstein, der Philipp-Holzmann-Schule, der Weißfrauenschule und der IGS-West finden spezielle Veranstaltungen für Schülerinnen und Schüler und z.T. auch für Gäste statt: Lesungen mit Klaviermusik, Workshops, szenische Lesungen, Theater mit jungen Flüchtlingen aus Europa sowie eine Video-Museums-Performance und ein Lesetheaterprojekt mit Schülerinnen und Schülern.
Weitere Informationen: www.frankfurt-liest-ein-buch.de/2016/

Literaturtelefon rund um die Uhr: (069) 24246021
Rund um die Uhr liest Dieter David Seuthe vom 1. bis 30. April am Literaturtelefon unter (069) 24246021 aus „Frankfurt verboten“. Seit 25 Jahren können im Literaturtelefon des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) die Werke von Autorinnen und Autoren nachgehört werden. Das Archiv umfasst inzwischen mehr als 170 Aufnahmen - ein literarischer Schatz.
Weitere Informationen: www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2961

Ausstellung im Haus des Buches
Im „Fenster zur Stadt“ im Restaurant Margarete im Haus des Buches, Braubachstraße 18-22, wird am 10. April um 18.00 Uhr eine von Wolfgang Schopf, Goethe-Universität Frankfurt am Main, kuratierte Ausstellung eröffnet, die mit Dokumenten, Bildern und Objekten die Kulisse des Romans „Frankfurt verboten“ nachstellt. Die Romanfiguren begegnen Musik, Literatur und Kunst, Frankfurter Institutionen und Orten, Architektur und Mode, Kleinigkeiten des Lebens und der dramatischen Zeitgeschichte. Die Ausstellung kann vom 11. bis 24. April täglich von 11.00 bis 24.00 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden.
Weitere Informationen: www.margarete-restaurant.de/fenster-zur-stadt

Nominiert für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2016
Staatsministerin Prof. Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), gab am 2. März 2016 die Nominierungen für den BKM-Preis Kulturelle Bildung 2016 bekannt. Eine Fachjury hatte zuvor aus rund 100 Vorschlägen zehn bemerkenswerte Vorhaben, darunter das Lesefest „Frankfurt liest ein Buch“, für den Preis ausgewählt. Die Preisverleihung findet am 7. Juni 2016 in der Stiftung Genshagen statt.

„Die zehn diesjährigen Nominierungen zeigen“, so Staatsministerin Monika Grütters, „mit welcher Energie, welchem Ideenreichtum, welcher Lebensfreude, aber auch mit welcher Ernsthaftigkeit viele Engagierte daran mitwirken, unser Leben reicher, anregender und lebenswerter zu machen. Wir werden Zeugen, wie Menschen christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens gemeinsam eine Kultur der lebendigen Gastfreundschaft entwickeln, wie Kita-Gruppen sich historische Avantgardefilme anschauen, wie Schulklassen ein Gespür für Design entwickeln und wie eine ganze Großstadt ein Lesefest feiert.“

Christine Schuster

Kontakt:
Frankfurt liest ein Buch e. V.
Kaiserstraße 79
60329 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 92078724
E-Mail: info@frankfurt-liest-ein-buch.de
Internet: www.frankfurt-liest-ein-buch.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de