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Bericht

44. Buxtehuder Bulle für „28 Tage lang“ von David Safier

13.08.2015

Ein Roman über den Aufstand im Warschauer Ghetto




Bullenplastik
Bullenplastik
© Hansestadt Buxtehude/PHOTOGRAPHIE angela farah
Der Literaturpreis Buxtehuder Bulle wurde 1971 von dem Buxtehuder Buchhändler Winfried Ziemann initiiert, um Jugendliche zu aktivem und intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig zu einer Förderung und Verbreitung guter Jugendbücher beizutragen. Eine paritätisch zusammengesetzte Jury aus 11 Jugendlichen und 11 Erwachsenen entscheidet über das Preisbuch. Auswahlkriterien sind literarische Qualität, Lektürevorlieben Jugendlicher sowie Themen, die Jugendliche und Literaturexperten gemeinsam bewegen. Im Stadtbild von Buxtehude werden die Preisträgerinnen und Preisträger in Form einer Messingplatte verewigt. Mittlerweile besteht der BULLEvard, der „Walk of Fame“ der Bullen-Preisträger, aus über 40 Messingplatten, die quer durch die Stadt verlegt wurden. Darunter befinden sich Autorinnen und Autoren wie Christine Fehér, Lauren Oliver, Jostein Gaarder, Gudrun Pausewang und Stephenie Meyer.

Ein Roman über das Schicksal der 16-jährgen Mira
Den 44. Buxtehuder Bullen erhält der Autor David Safier für seinen 2014 im Rowohlt Verlag erschienenen Roman „28 Tage lang“. Die Hansestadt Buxtehude gab die Jury-Entscheidung am 7. Juli im Stadtteilzentrum Stieglitzhaus in Buxtehude bekannt. Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt verkündete den Gewinner: Insgesamt 68 Punkte gab es von der paritätisch besetzten Jury aus Jugendlichen und Erwachsenen. 32 Punkte vergaben die Jugendlichen und 36 Punkte die Erwachsenen. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Buxtehude Süd gestalteten die Bekanntgabe der Preisentscheidung, indem sie die nominierten Titel in Book Slams, Trailern oder szenisch interpretierten.

David Safiers Roman behandelt auf bewegende Weise den Aufstand im Warschauer Ghetto, erzählt anhand des Schicksals der 16-jährgen Mira, deren Familie dort 1943 umkommt. „Trotzdem oder gerade deswegen wagt Mira den Aufstand, dem sich viele polnische Juden anschließen. 28 Tage können sie den SS-Schergen Widerstand bieten. Die bewegende Geschichte von Mira ist fiktiv, aber ihre Erlebnisse beruhen auf Fakten“, so der Verlag.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Buch, das sich mit dem Thema Nationalsozialismus beschäftigt, den Buxtehuder Bullen bekommt. „Jede Generation scheint dieses Thema immer wieder sehr zu bewegen. Den Leserinnen und Lesern ist klar, dass so etwas nie wieder passieren soll. Deswegen wollen sie andere animieren, dieses Buch zu lesen“, so Bibliotheksleiterin Ulrike Mensching am Abend der Preisentscheidung. Die Preisverleihung findet im Herbst in Buxtehude statt.

Nominierungen für den 44. Buxtehuder Bullen
90 erzählende Jugendbücher, die im Jahr 2014 in deutscher Sprache für die Zielgruppe „ab 14 Jahre“ veröffentlicht wurden, standen für den 44. Buxtehuder Bullen zur Auswahl, acht davon wurden für den Jugendbuchpreis nominiert.

J. Betts
Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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Emmi Itäranta
Der Geschmack von Wasser
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David Levithan
Letztendlich sind wir dem Universum egal
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Emily Murdoch
Wenn ihr uns findet
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Benjamin Alire Sáens
Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums
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David Safier
28 Tage lang
Rowohlt Verlag

Anna Seidl
Es wird keine Helden geben
Oetinger Verlag

Ruta Sepetys
Ein Glück für immer
Carlsen Verlag


Kontakt:
Ulrike Mensching
Stadtbibliothek Buxtehude
Fischerstraße 2
21614 Buxtehude
Tel.: (04161) 99 90 6-0
E-Mail: u.mensching@stadt.buxtehude.de
Internet: www.buxtehuder-bulle.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de