Leseempfehlung

Die besten 7 Kinder- und Jugendbücher

13.09.2022

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat September 2022




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 3. September stellte Ute Wegmann im Gespräch mit dem Juror Michael Schmitt die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats September 2022 vor.

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Quelle: www.deutschlandfunk.de


Unser Garten
Von Gerda Muller
Aus dem Französischen von Silvia Bartholl
Moritz Verlag, 48 Seiten, 16 Euro, ab 4 Jahren

Im Sommer wird gewässert, im Herbst kann geerntet werden. Gerda Muller nimmt uns mit in den Garten, durch ein ganzes Jahr. Aber der Garten ist auch Spielplatz - Carolina und Leo freuen sich, dass ihr neues Zuhause einen Garten hat. Ein toller Ort für ein Picknick oder für winterliche Schneeballschlachten. Vögel nisten in den Bäumen, was liegt unter dem alten Apfelbaum? Eine gelungene Mischung aus Erzählung und Sachbuch, die Lust aufs Gärtnern macht und auf Natur.


Piepmatz macht Wald aus euch! Weltrettdings für Vorangeschrittene
Von Michael Stavarič
Mit Illustrationen von Stella Dreis
Leykam Verlag, 64 Seiten, 20 Euro 50, ab 6 Jahren

Manche nennen ihn „Waldgärtner, Baumwächter, Buntrockförster, den gescheckerten Dingsbums /oder/... auch nur Eichelhäher“ – der Piepmatz, der sich hier zu Wort meldet, ist wütend, weil die Menschen nicht kapieren, dass sie die Welt vernichten. Er will einschreiten, in seiner Sprache, auf seine Art: „Wälder weg. Tiere weg. Klima weg. Menschenwesige weg.“ Er schmiedet einen Plan, um die Natur zu retten. Ein Bilderbuch in Eichelhäher-Sprache.


Trip mit Tropf
Von Josephine Mark
Kibitz Verlag, 192 Seiten, 20 Euro, ab 12 Jahren

„Das ist doch jetzt alles nicht wahr!“ Er hat plötzlich ein Kaninchen am Hals, weil es ihm versehentlich das Leben gerettet hat. Für den Wolf eine Zumutung: Kaninchen! Die verputzt man und gut! Wäre da nicht der Wolfskodex, der ihn verpflichtet, für das Wohlergehen des kleinen Nagers zu sorgen. Zumutungen, damit lebt das Kaninchen schon eine Weile, denn es schleppt einen lästigen Tropf und einen meterlangen Medikamentenplan herum. Diese Infusionen, die ständige Übelkeit. Und jetzt auch noch ein Wolf! Wölfe! Die verputzen einen und aus! Aber dieser Wolf ist so anders. Und, er weiß, wo's langgeht. Ein rasanter Roadtrip, Mutmacherbuch für alle Kranken.


Ich bin Joy
Von Jenny Valentine
Mit Bildern von Claire Lefevre
Aus dem Englischen von Anu Stohner
Dtv/Reihe Hanser, 208 Seiten, 13 Euro, ab 9 Jahren

Immer mit den Eltern und ihrer älteren Schwester auf Weltreise, das war ihr Leben, unterwegs „wie die Hubschraubersamen von Ahornbäumen“. Jetzt zieht die Familie zum Großvater ins verregnete England, und Joy soll zum ersten Mal eine richtige Schule besuchen. Eigentlich Optimistin muss sie feststellen: „Ich war schon mal Außenseiterin. Aber nicht so wie jetzt.“ Wird sie es schaffen, Freunde zu finden und das neue Leben genauso zu genießen?


Blindfisch
Von Karen-Susan Fessel
Oetinger Verlag, 234 Seiten, 18 Euro, ab 14 Jahren

Lon, 16 Jahre, hört sehr schlecht und plötzlich verengt sich sein Gesichtsfeld. Lon ist am seltenen Usher-Syndrom erkrankt, das die Augen ebenso angreift wie das Innenohr. Er erzählt niemandem davon, nicht seiner Mutter oder dem Arzt, auch nicht seinen Freunden. Das Leben wird zunehmend zu einer Herausforderung.


Aber ich lebe. Vier Kinder überleben den Holocaust
Von Barbara Yelin, Miriam Libicki und Gilad Seliktar (Illustration)
Nach den Erinnerungen von Emmie Arbel, David Schaffer, Nico und Rolf Kamp
Herausgegeben von Charlotte Schallié
Aus dem Englischen von Rita Seuß
C.H. Beck Verlag, 176 Seiten, 25 Euro, ab 14 Jahren

Emmie Arbel überlebte als kleines Mädchen die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. David Schaffer entkam dem Genozid in Transnistrien, weil er sich nicht an die Regeln hielt. Die Brüder Nico und Rolf Kamp versteckten sich in den Niederlanden an dreizehn verschiedenen Orten vor ihren Verfolgern. Zusammen mit den Überlebenden haben Barbara Yelin, Miriam Libicki und Gilad Seliktar die Geschichten als Comics gezeichnet. Die Zuhörenden werden selber Teil der Geschichte, denn der Holocaust und alles Erlebte wirken weiterhin in die Gegenwart. Drei beeindruckende Zeugnisse von vier Zeitzeugen, die mit ihren Erzählungen die Erinnerungen wachhalten wollen.


Nächte im Tunnel
Von Anna Woltz
Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann
Carlsen Verlag, 224 Seiten, 16 Euro, ab 14 Jahren

London, September 1940. Fast jede Nacht wird die Stadt bombardiert. Ella und ihr kleiner Bruder Robbie suchen Schutz in den weitverzweigten Tunneln der U-Bahn. Dort unten treffen sie auf andere junge Menschen und erzählen von ihrem Leben und ihren Zukunftsideen. Sie werden zu einer Gemeinschaft, die zusammenhält. Immer. In allen noch so dramatischsten Situation. Denn: Das Leben fängt gerade erst an.


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