Bericht

Münchner Grundschulkinder erlesen den Rathausturm

28.05.2019

Ein starkes Zeichen für das Lesen


Das erfolgreiche Hamburger Leseförderprojekt Büchertürme wird vom Netzwerk Leseförderung nun auch in München organisiert. Am 8. April 2019 gab Schirmherr Oberbürgermeister Dieter Reiter den Startschuss für den ersten Münchner Bücherturm. Bevor die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Walliser Straße, der Grundschule am Karl-Marx-Ring und der Grundschule aus Alling vom Oberbürgermeister empfangen wurden, durften sie auf den Rathausturm steigen und sich ein Bild davon machen, wie hoch 85 Meter sind und wie weit man aus dieser Höhe über die Stadt schauen kann. Ursel Scheffler, Initiatorin des Lesesportprogramms, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner Lesefüchse e.V., MkidS e.V., Bayern liest e.V., Münchner Stadtbibliothek und der Zeitschrift Eselsohr genossen ebenfalls die Aussicht. Anschließend erlasen die Kinder gemeinsam mit dem Münchner Kinderbuchautor Jan Birck den ersten Pisameter.

10 Zentimeter = 1 PISA
Die Idee, Schulkinder dazu anzuregen, so viele Bücher zu lesen, dass der gelesene Bücherstapel die Höhe eines Turmes erreicht, wurde bereits im Jahr 2011 von der die Hamburger Kinderbuchautorin Ursel Scheffler in die Tat umgesetzt. Die Klassen einer Schule, Stadt oder Gemeinde können sich einen Turm auswählen, seine Höhe feststellen und diese im lesesportlichen Wettstreit erlesen. Gemessen wird die Buchrückenstärke in cm. Ein Turmbaustein ist 10 cm hoch = 1 PISA. Dokumentiert wird die Leseleistung in Leselisten, die zum kostenlosen Download auf der Büchertürme-Website www.büchertürme.de zur Verfügung stehen.

Inzwischen wachsen die Büchertürme auch in vielen anderen Städten und Gemeinden in Deutschland (Berlin, Essen, Bonn, Nürnberg etc.) und im europäischen Ausland (Wien, Barcelona, Luxemburg, Prag etc.) und setzen ein starkes Zeichen für das Lesen. Das Netzwerk Leseförderung München beteiligt sich mit Unterstützung des Staatlichen Schulamtes der Landeshautstadt München an diesem erfolgreichen Projekt. Alle Grundschulklassen, Leseclubs und Fördereinrichtungen der Lesenetze sind eingeladen mitzumachen. Wie das geht wird auf der Website www.büchertürme.de/so-gehts genau erklärt. Ein Flyer gibt einen Überblick über die wichtigsten Schritte, die das Lesen so spannend wie einen Hürdenlauf machen können.

An die Bücher fertig los!
Die Kinder dürfen alles lesen: Comics, Bilder- und Erzählbücher oder Sachbücher. Auch Witzebücher sind erlaubt. Mit jedem gelesenen Buch wächst der Bücherstapel, der so hoch werden soll, wie der Rathausturm am Marienplatz. Jeden Monat wird ein Preis vergeben an die Klasse, die den höchsten Bücherstapel erlesen hat. Bei Vorschulgruppen und in den Klassen 1 und 2 darf ein vorgelesenes Buch mit der Zahl der Zuhörerinnen und Zuhörer multipliziert werden. Ebenso wird eine Klassenlektüre gemessen. Die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer, Lesefüchse und Leselotsen motivieren die Kinder zu Hause und/oder in der Schule zu lesen. Die Kinder tragen die von ihnen gelesenen Bücher (Titel, Verfasser, Buchrückenstärke in cm) in Leselisten ein, die zum kostenlosen Download auf der Büchertürme-Website zur Verfügung stehen. Jeden Monat wird der Stapel der gelesenen Bücher gemessen. Das Ergebnis meldet die Lehrerin oder der Lehrer bzw. die Gruppenleiterin oder der Gruppenleiter bis zum 15. des Folgemonats an die projektbegleitende Website. Unter www.büchertürme.de/buecherturm-muenchen werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Ergebnisse und Sieger veröffentlicht. Sobald die Spitze des Turms erreicht ist, findet eine feierliche Abschlussveranstaltung für alle teilnehmenden Klassen in der Münchner Stadtbibliothek statt.


Kontakt:
Netzwerk Leseförderung München
Ansprechpartnerin und Projektkoordination:
Sabine Schumann (Münchner Stadtbibliothek)
Rosenheimer Str. 5
81667 München
Tel.: (089) 480 98-34 26
E-Mail: info@lesefoerderung-muenchen.de
www.leseförderung-münchen.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de