Meldung

Projektpartner für das Netzwerk „1001 Sprache“ gesucht

19.02.2019

Von Kindern für Kinder verfasste Bilderbücher in vielen Sprachen




Titelseite des Bilderbuchs „Der Magische Regenbogenzahn“
Titelseite des Bilderbuchs „Der Magische Regenbogenzahn“
© Bücherpiraten e.V.
Das Projekt „1001 Sprache“ der Lübecker Bücherpiraten geht in eine neue Runde. Mit einer Förderung der Stiftung Jugendmarke e.V. wollen die Bücherpiraten nun ein Netzwerk aufbauen, das sie beim Ausbau der kostenlosen Datenbank für zweisprachige Bilderbücher unterstützt. Dafür werden deutschlandweit Projektpartner gesucht.
Damit möglichst viele zweisprachig aufwachsende Kinder, sowohl in Deutschland als auch weltweit, Bilderbücher in ihrer Muttersprache und einer weiteren Sprache herunterladen können, haben die Lübecker Bücherpiraten im April 2016 das Projekt „1001 Sprache“ auf www.bilingual-picturebooks.org gestartet. Es bietet Leseförderern aus der ganzen Welt die Möglichkeit, Geschichten von Kindern einzusenden, die dann von ehrenamtlichen Übersetzerinnen und Übersetzern in mehrere Sprachen übertragen werden, damit sie anschließend in zwei beliebig kombinierbaren Sprachen zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt werden können. Bisher sind 15 von Kindern für Kinder verfasste und illustrierte Geschichten in 56 Sprachen veröffentlicht worden. Mehr als 14.000-mal wurden Bücher in über 400 Sprachkombinationen heruntergeladen. Das zeigt: Der Bedarf an bilingualen Bilderbüchern ist nach wie vor sehr groß. Die Bücher werden z.B. in Familien, Schulen, Bibliotheken, Kindertageseinrichtungen und in Einrichtungen für geflüchtete Menschen genutzt. Oft stehen diese Bücher als Türöffner am Anfang eines Dialogs.

Wer ein Bilderbuch herunterladen möchte, kann auf auf www.bilingual-picturebooks.org zunächst eine Sprachkombination auswählen und dann angeben, ob er eine Smartphone- bzw. Tabletversion oder eine Druckdatei des Buches haben möchte. So werden verschiedene Zugänge zum Lesen in anderen Sprachen ermöglicht. Vor allem als Tabletversion können die zweisprachigen Geschichten auch in Familien gelangen, in denen es sonst keine Bücher gibt. „Und auch wenn man die eine Sprache noch nicht gut kennt, kann man die Bücher lesen, weil man es mit der zweiten Sprache vergleichen kann.“, weiß Bücherpiratin Amelie (11).

Ein deutschlandweites Netzwerk für www.bilingual-picturebooks.org
Die Bücherpiraten wollen zeigen, wie vielfältig Geschichten von Kindern sind und diese Geschichten vielen anderen Kindern und Menschen leicht zugänglich machen. Denn Geschichten fördern Austausch und gegenseitiges Kennenlernen. Partner, die am Projekt teilnehmen möchten, können Bilderbücher entstehen lassen, ehrenamtliche Übersetzerinnen und Übersetzer ausbilden oder die Bilderbücher in der eigenen Einrichtung einsetzen, damit noch mehr Kinder davon profitieren können. Schön wäre es, wenn überall in Deutschland Kindergruppen, von Pädagoginnen und Pädagogen, Künstlerinnen und Künstlern begleitet, Bilderbücher erstellen und illustrieren würden, sodass in immer mehr Geschichten immer mehr Vielfalt deutlich wird. Dafür werden Projektpartner gesucht, die gemeinsam mit den Bücherpiraten in ihrem Bundesland Schulungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchführen möchten und als Anlaufstelle für Einrichtungen, die Bilderbuchwerkstätten veranstalten wollen, da sein möchten.

Wer daran Interesse und Fragen dazu hat, kann sich gerne per E-Mail wenden an: l.sanders@buecherpiraten.de


Kontakt:
Lenara Sanders
Bücherpiraten e. V.
Fleischhauerstr. 71
23552 Lübeck
Tel.: (0451) 70 73 81 0
E-Mail: l.sanders@buecherpiraten.de
Internet: www.buecherpiraten.de
Redaktionskontakt: schuster@dipf.de