Leseempfehlung

Die besten 7 Bücher für junge Leserinnen und Leser

07.01.2019

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Januar 2019




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung, ebenfalls die Manuskripte der Sendungen: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 5. Januar stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Ines Dettmann die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats Januar 2019 vor.

Gespräch anhören
Quelle: www.deutschlandfunk.de

Die Schule
Von Britta Teckentrup
Verlagshaus Jacoby & Stuart, 128 Seiten, 19,00 EUR, ab 10 Jahren

Die Menschen in einer Schule mögen sich oder hassen sich, sie konkurrieren um Zuneigung, Anerkennung und Status und bilden ein komplexes Beziehungsgeflecht. Jeder spielt eine Rolle in diesem Mikrokosmos der Gesellschaft. Das liest man in ihren Gesichtern, in ihrer Körperhaltung und ihren Bewegungen: In der Klasse, auf dem Schulhof beim Spiel, bei den Gesprächen. Britta Teckentrup hat genau hingeschaut.


Meine beste Bitch
Von Nataly Elisabeth Savina
Fischer Verlag, 283 Seiten, 16, EUR, ab 13 Jahren

Nike mit den grünen Augen. Nike, die mehr weiß als andere Menschen. Nike, in deren Gegenwart Faina sich zu Hause fühlte. Endlich hat auch Faina das Abitur und kann die Kleinstadt mit der überbehütenden Mutter hinter sich lassen. Endlich nach Berlin: Freiheit, Nachtleben, Kultur und eine Liebe, Julian, der angehende Performancekünstler. Aber dann entdeckt sie Julian mit ihrer besten Freundin Nike. Rasend vor Wut und Enttäuschung verwüstet Faina Julians Wohnung und zieht sich komplett zurück, ins Haus ihrer Mutter. Als sie nach Wochen bereit ist, Nike zu verzeihen, erreicht sie weder die Freundin noch deren Eltern. Bis sie eine schreckliche Wahrheit erfährt. Ein moderner Entwicklungsroman über eine junge Frau auf der Suche nach sich selbst.


Ich sollte
Von Ingrid Godon (Illustration) und Toon Tellegen (Texte)
Aus dem Flämischen von Birgit Erdmann
Mixtvision Verlag, 96 Seiten, 29,90 EUR, ab 14 Jahren

Nostalgisch anmutende Bilder von Kindern und Erwachsenen werden begleitet von kurzen, philosophischen Texten über das Sollen, Müssen und Wollen. Gedanken, die dem täglichen Leben entspringen, in denen sich jeder wiederfindet. Wer soll ich sein? Was denke ich, müsste ich tun oder denken? Der dritte Bildband von Ingrid Godon und Toon Tellegen ist bewegend und atmosphärisch in Wort und Bild.


Die verlorenen Wörter
Von Robert Macfarlane und Jackie Morris (Illustration)
Aus dem Englischen von Daniela Seel
Naturkunden bei Matthes & Seitz, 134 Seiten, 38,00 EUR, ab 14 Jahren

Eisvogel, Brombeere, Zaunkönig – was wäre, wenn diese Wörter verschwänden? Wenn sie sich aus der Sprache herausschlichen? Wie würde es unsere Geschichten verändern? Dieses Buch ist ein Gegenzauber in Wort und Bild. Mit prächtigen Aquarellen von Glockenblume, Efeu und Lerche von Löwenzahn, Star und Weide und mit spielerischen Texten, die beschreiben, die mit Worten junge Farnblätter entrollen, den Glanz einer frisch aus der Hülle gebrochenen Kastanie sichtbar machen und uns die Schönheit und Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur spiegeln.


Die Schneiderin des Nebels
Von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo (Illustration)
Aus dem Französischen von Anna Taube
Mixtvision Verlag, 48 Seiten, 17,90 EUR, ab 5 Jahren

Rosa webt Stoffe aus Nebel, Kreationen, im ganzen Land begehrt, mit denen unliebsame Dinge und Gefühle unter einem dicken Schleier verhüllt werden. Aber eines Tages erhält Rosa einen Brief von ihrem Vater, der plötzlich wieder Licht in ihr Leben bringt. Eine leise, poetische Geschichte über den flüchtigen Nebel, der uns so oft umgibt und den Blick auf das Wesentliche versperrt.


Der Umfall
Von Mikael Ross
Avant Verlag, 129 Seiten, 28,00 EUR, ab 12 Jahren

Gerade noch haben Noel und seine „Mumsie“ auf dem Balkon Marshmallows gegrillt, jetzt wird sie vom Krankenwagen abgeholt: „Ein Umfall“, Schlaganfall im Bad. Die Mutter liegt im Koma. Noel wird von einem unbekannten Mann in eine Betreuungseinrichtung für Menschen mit Behinderung gebracht. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Noel auf sich allein gestellt. Aber er lernt Valentin kennen, der Ordnung liebt, Alice, die epileptische Anfälle hat und vor allem Penelope, seine Prinzessin, in die er sich verliebt. Ein neues Leben beginnt. Und dann fällt ihm ein, dass er ja noch zwei AC/DC – Karten besitzt und er setzt sich in den Bus nach Berlin. Ein großartiger Comic aus der Perspektive eines Jungen mit geistiger Behinderung.


Giraffe und dann ab ins Bett!
Gutenachtgeschichten
Von David Grossman und Henrike Wilson (Illustration)
Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer und Mirjam Pressler
Hanser Verlag, 112 Seiten, 15,00 EUR, ab 7 Jahren

Ruthis Papa trägt ein Bündel auf dem Arm, das unter einem Handtuch versteckt ist. Es strampelt: Das kann doch nur die japanische Giraffe sein. Erst schaut Papa, ob sie Giraffenfüße hat: Fünf Zehen an jedem Fuß, das passt. Jetzt noch die Ohren. Das Handtuch bewegt sich, bis ein kleines Ohr hervorschaut. Passt auch. Kurze Gutenachtgeschichten, geprägt vom liebevollen, spielerischen, phantasiereichen Miteinander zwischen Eltern und Kindern.


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