Leseempfehlung

Die besten 7 Bücher für junge Leserinnen und Leser

03.02.2020

Deutschlandfunk-Bestenliste im Monat Februar 2020




© Deutschlandfunk
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Samstags von 16.05 bis 16.30 Uhr werden im Deutschlandfunk Bücher für junge Leserinnen und Leser vorgestellt und jeweils am ersten Samstag im Monat „Die besten 7“ - ermittelt von 30 Jurorinnen und Juroren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Auftrag der Literatur-Redaktion des Deutschlandfunks. Alle Sendungen stehen zum Nachhören als Podcasts auf der Website der Sendung „Bücher für junge Leser“ zur Verfügung, ebenfalls die Manuskripte der Sendungen: www.deutschlandfunk.de/buecher-fuer-junge-leser

Am 1. Februar stellte Ute Wegmann im Gespräch mit der Jurorin Stephanie Jentgens die Deutschlandfunk-Bestenliste des Monats Februar 2020 vor.

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Quelle: www.deutschlandfunk.de

Das schönste und größte Bildwörterbuch der Farben
Von Tom Schamp
Aus dem Niederländischen von Birgit Erdmann
Gerstenberg Verlag, Hildesheim, 64 Seiten, 20 Euro ab 4 Jahren

64 prall gefüllte Seiten, um die Welt zu entdecken und neue Wörter zu lernen. Die Jahreszeiten, der Garten, über und unter Wasser, Fahrzeuge, die Stadt bei Tag und Nacht, auf dem Bau, in der Schule – überall begegnen uns herrliche Farben, denn die Welt ist bunt und am schönsten, wenn alle Farben in einem Bild zusammenkommen. Ein Farben-Wimmelbuch, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt.


Einmal wirst du ...
Von Leonora Leitl
Tyrolia Verlag, Innsbruck, 64 Seiten, 16,95 Euro, ab 8 Jahren

„Ist es gut, viele Freunde zu haben?“, „Haben Eltern ihre Kinder immer lieb?“, „Ist man beliebter, wenn man dünn ist?“ - wenn Kinder durch Schule und Freunde mehr und mehr die Welt kennenlernen, ist das eine Zeit der großen Veränderung und sie stellen andere Fragen. Antworten sucht man in diesem Buch allerdings vergeblich, stattdessen findet man Illustrationen, die ein Spektrum an Möglichkeiten und Denkvarianten eröffnen. Manche Doppelseiten beziehen sich aufeinander, andere stehen für sich. Alle laden ein, sich mit den eigenen Ansichten und Vorstellungen auseinanderzusetzen und sich auf das Spiel einzulassen, was einmal sein könnte. Ein Ratgeber für junge Fragende.


Die Welt in der Wunderkammer
Von Alexandre Galand
Mit Illustrationen von Delphine Jacquot
Aus dem Französischen von Anke Wagner-Wolff
Gerstenberg Verlag, Hildesheim 48 Seiten, 22 Euro, ab 10 Jahren

Schon im 16. Jahrhundert sammelten Fürsten, Könige und reiche Gelehrte besondere Gegenstände, kleine oder größere Schätze. Manchmal wurde eine solche Schatzkammer mit Muscheln, Karten, Büchern, ausgestopften Tieren auch zum Kuriositätenkabinett. Präsentiert in außergewöhnlich ausgestatteten Räumen mischte sich Wirkliches und Magisches von einer mechanischen Ente, Drachenknochen, goldverzierten Korallen bis zum Horn eines Einhorns. Von Jahrhundert zu Jahrhundert veränderten sich die Wunderkammern durch die Eroberung fremder Kontinente. Zunehmend aber gab es Sammler und Wissenschaftler, die ihr Wissen mit der Öffentlichkeit teilen wollten und so entstanden die ersten Museen. Ein interessanter Blick auf Besonderes und Überraschendes jenseits des Alltäglichen.


Charles Darwin und die Reise auf der HMS Beagle
Von Fabien Grolleau
Mit Illustrationen von Jérémie Royer
Aus dem Französischen von Anja Kootz
Knesebeck Verlag, München, 176 Seiten, 28 Euro, ab 12 Jahren

London, 1831, der junge Naturforscher Charles Darwin begibt sich an Bord des Expeditionsschiffes HMS Beagle. Die Reise führt durch die Tropen, aber auch durch die eisigen Regionen des Nordens. Darwin ist fasziniert von der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt und entsetzt über Sklaverei und Rassismus, dem er immer wieder begegnet und dem er sich entschieden entgegenstellt. Die Graphic Novel zeigt anhand des Reisetagebuchs den Beginn von Darwins revolutionärer Evolutionstheorie. Spannende Lektüre!


Die drei Leben der Hannah Arendt
Von Ken Krimstein
Aus dem Englischen von Hannes Zischler
dtv Verlag, München, 243 Seiten, 16,90 Euro, ab 14 Jahren

Denken war ihre Leidenschaft. Hannah Arendt (1906 – 1975), von den Nazis 1933 ins Exil gezwungen, ließ ihr erstes Leben zurück und floh über Tschechien, Italien und die Schweiz zunächst nach Paris. Später emigrierte sie in die USA, wo ihr drittes Leben begann. Sie publizierte und lehrte als erste Professorin an der Universität von Princeton. Ihr politisches und philosophisches Werk machte sie zu einer Ikone unserer Zeit. In Schwarz-Weiß-Bildern rasant skizziert, zeigt die Biographie ihre Klugheit und Leidenschaft und zeichnet liebevoll den Lebensweg einer einzigartigen Kämpferin.


Der König der Vagabunden. Gregor Gog und seine Bruderschaft
Von Patrick Spät
Mit Illustrationen von Beatrice Davies
Avant Verlag, Berlin, 160 Seiten, 25 Euro, ab 14 Jahren

Gregor Gog (1891–1945), ehemaliger Matrose, gründete die „Bruderschaft der Vagabunden“, um Obdachlosen zu helfen und sie politisch zu organisieren. Gleichzeitig veröffentlichte er „Der Kunde“, die erste Straßenzeitung Europas. Landesweit bekannt als der „König der Vagabunden“ ruft Gog im Jahr 1929 in Stuttgart zum Internationalen Vagabundenkongress auf und erklärt den „lebenslangen Generalstreik“. Die Polizei errichtet Straßensperren, in der Stadt sind die Vorhängeschlösser ausverkauft. Zeitlebens kämpfte er weiter gegen Ausbeutung, Faschismus und Rassismus. Ein Comic über das entbehrungsreiche Leben der Vagabunden in den 1920er Jahren, ein Comic über Hoffnung, Freundschaft und Protest.


Freischwimmen
Von Adam Baron
Aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Hanser Verlag, München, 224 Seiten, 15 Euro, ab 10 Jahren

Cym ist noch nie geschwommen, niemand weiß das, nicht mal sein bester Freund. Sein größter Widersacher fordert ihn zum Wettkampf. Cym nimmt die Herausforderung an. Leider. Der Unfall im Schwimmbad führt zu einer Krise: Seine Mutter verliert die Nerven und der Junge spürt, dass es ein Geheimnis gibt, das zu Mutters Zusammenbruch und dem ewigen Schwimmverbot führt. Wie gut, dass Cym wahre Freunde hat, die helfen, die Wahrheit herauszufinden, während die Erwachsenen schweigen. Ein mit Spannung und Humor erzählter tiefgründiger Roman.


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