Leseempfehlung

Der LesePeter des Monats Mai 2017

05.05.2017

Auszeichnung der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW




LesePeter-Logo, © AJuM
LesePeter-Logo, © AJuM
Seit 2003 zeichnet die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) regelmäßig ein besonders empfehlenswertes Buch, abwechselnd in den Sparten Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und Bilderbuch, mit dem „LesePeter des Monats“ aus. Rezensionen aller bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel stehen auf der Internetseite der AJuM zum Nachlesen zur Verfügung. Die AJuM sichtet und prüft Kinder- und Jugendliteratur sowie Kinder- und Jugendmedien unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit in pädagogischen Arbeitsfeldern. Die Ergebnisse dieser von mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Bundesländern getragenen Arbeit fließt unmittelbar ein in die pädagogische Praxis und in die direkte Beratung von Kindern, Eltern und Lehrkräften in Fortbildungsveranstaltungen und in zahlreiche Publikationen.

Der 165. LesePeter geht an das Kinderbuch:

Ein Teich voll mit Tinte. Reimgeschichten
Von Annie M. G. Schmidt und Sieb Posthuma
Aus dem Niederländischen von Christian Golusda
Frankfurt: Moritz 2016
56 Seiten, 15,95 EUR, ab 6 Jahren
ISBN: 978-3-89565-324-7

„Ich kenn einen Mann, der Märchen ersinnt / und schon ganz früh morgens zu schreiben beginnt ... / Einen Teich voll mit Tinte hat er im Garten, / versteckt hinter Sträuchern der seltsamsten Arten ... / Und macht er so weiter, hundert Jahre und mehr ... / dann schreibt er vielleicht noch den Tintenteich leer ...“
Dieses einleitende Gedicht vom „Märchenschreiber” versetzt Leser und Hörer in eine „Es war einmal - Stimmung”, erklärt den verschlüsselten Titel und schafft zugleich Voraussetzungen für die skurrile bildnerische Umsetzung der einzelnen Texte mit Feder und Tinte.
Die raumgreifenden, meist farbintensiv kolorierten Federzeichnungen in einer Mischung aus Malerei und Grafik sind mehr als nur anschauliches Beiwerk, um den Gedichtband auszuschmücken. Sie ergänzen die Texte deutungsoffen und bewirken, dass man sich nicht nur lesend und hörend, sondern auch betrachtend in sie vertiefen kann. Es sind surrealistisch wirkende Bilder, welche die Reimgeschichten detailreich und fantasieanregend mit- und weitererzählen. Ergänzend eingefügte Doppelseiten sind, der jeweiligen Stimmung angemessen, durchgehend farbig grundiert, sodass die Illustrationen nicht nur punktuell als Karikaturen zum einzelnen Gedicht, sondern atmosphärisch wie kleine Gemälde erschlossen werden können.

Lesen Sie die vollständige Rezension sowie Informationen über die Autorin, den Illustrator und den Übersetzer auf der LesePeter-Seite der AJUM.

Leseprobe

Die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW
In der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) arbeiten LehrerInnen, ErzieherInnen und MitarbeiterInnen aus dem Hochschulbereich. Landesstellen der AJuM gibt es in12 Landesverbänden. Ihre ca. 500 Mitarbeiter rezensieren Kinder- und Jugendmedien, die von den Verlagen zur Verfügung gestellt werden, organisieren regionale und bundesweite Fortbildungen, geben Publikationen heraus, präsentieren ihre Arbeit auf Messen und vergeben den Heinrich-Wolgast- Preis der GEW für Kinder- oder Jugendmedien, die sich mit dem Thema Arbeitswelt befassen. Außerdem beraten sie Kollegen in Fragen der Kinder- und Jugendliteratur und der Schulbibliothek. Jede/r an Kinder- und Jugendliteratur sowie an Kinder- und Jugendmedien Interessierte ist zur Mitarbeit eingeladen.

Kontakt:
AJuM der GEW
c/o Ulrich H. Baselau
Osterstr. 30
26409 Wittmund
E-Mail: ulrich.baselau (at) ajum.de

Redaktionskontakt: schuster@dipf.de