Leseempfehlung

Der LesePeter des Monats März 2017

02.03.2017

Auszeichnung der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW




LesePeter-Logo, © AJuM
LesePeter-Logo, © AJuM
Seit 2003 zeichnet die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) regelmäßig ein besonders empfehlenswertes Buch, abwechselnd in den Sparten Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch und Bilderbuch, mit dem „LesePeter des Monats“ aus. Rezensionen aller bisher mit dem LesePeter ausgezeichneten Titel stehen auf der Internetseite der AJuM zum Nachlesen zur Verfügung. Die AJuM sichtet und prüft Kinder- und Jugendliteratur sowie Kinder- und Jugendmedien unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit in pädagogischen Arbeitsfeldern. Die Ergebnisse dieser von mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen aus allen Bundesländern getragenen Arbeit fließt unmittelbar ein in die pädagogische Praxis und in die direkte Beratung von Kindern, Eltern und Lehrkräften in Fortbildungsveranstaltungen und in zahlreiche Publikationen.

Der 163. LesePeter geht an das Sachbuch:

Polar
Von Dan Kainen und Carol Kaufmann
Aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi
Frankfurt: Fischer Sauerländer 2016
32 Seiten, 24,99 EUR, ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5433-2

„Polar“ ist ein atemberaubendes Buch mit bewegten Bildern in einer neuen Technik, die sich der Photicular-Effekt nennt. Dazu gibt es jede Menge Sachinformationen über die beiden Pole und die dort lebenden Tieren.
Das Buch fällt sofort durch seine attraktive Covergestaltung und das handliche quadratische Format ins Auge. Es ist wie ein Fotoalbum hergerichtet, denn in den Buchdeckel eingearbeitet findet sich bereits das erste Foto: drei Pinguine, die sich über ein Meer aus Eis bewegen. Der 3D-Effekt erinnert sofort an Hologramme und die Wackelbilder, die man von Postkarten kennt. Umso bemerkenswerter ist, dass man hier die Tiere tatsächlich in Bewegung sehen kann. Möglich macht das eine besondere Technik, die man den Photicular-Effekt nennt und deren Erfinder der Autor Dan Keinen selbst ist. Es werden Folien in die Buchseiten integriert, die auf der Basis von originalen Vierfarbfilmen hergestellt wurden. So hat man den Eindruck, die Tiere in ihrer Bewegung beobachten zu können. Einzelne Videoaufnahmen werden in dünn aufeinanderfolgende Streifen aufgeteilt, und darüber wird eine Folie mit Linsen gelegt. Durch den Einsatz von Prismen aus Kunststoff wird beim Betrachter ein dreidimensionales bewegtes Bild erzeugt. So erwachen die Tiere zum Leben.

Lesen Sie die vollständige Rezension sowie Informationen über die Autorin und den Autor auf der LesePeter-Seite der AJUM.


Die Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (AJuM) der GEW
In der AG Jugendliteratur und Medien (AJuM) arbeiten LehrerInnen, ErzieherInnen und MitarbeiterInnen aus dem Hochschulbereich. Landesstellen der AJuM gibt es in12 Landesverbänden. Ihre ca. 500 Mitarbeiter rezensieren Kinder- und Jugendmedien, die von den Verlagen zur Verfügung gestellt werden, organisieren regionale und bundesweite Fortbildungen, geben Publikationen heraus, präsentieren ihre Arbeit auf Messen und vergeben den Heinrich-Wolgast- Preis der GEW für Kinder- oder Jugendmedien, die sich mit dem Thema Arbeitswelt befassen. Außerdem beraten sie Kollegen in Fragen der Kinder- und Jugendliteratur und der Schulbibliothek. Jede/r an Kinder- und Jugendliteratur sowie an Kinder- und Jugendmedien Interessierte ist zur Mitarbeit eingeladen.

Kontakt:
AJuM der GEW
c/o Ulrich H. Baselau
Osterstr. 30
26409 Wittmund
E-Mail: ulrich.baselau (at) ajum.de

Redaktionskontakt: schuster@dipf.de